Sauerteig selbst ansetzen

Ihr wollt selbst einen Sauerteig ansetzen und kein Fertigprodukt kaufen? Der Aufwand ist wirklich gering und es lohnt sich! Wenn ihr euch richtig darum kümmert, habt ihr ganz lange Freude damit. An Tag 4 könnt ihr bereits damit backen 😉

Los geht’s mit Tag 1:

Ihr braucht insgesamt 200 g Mehl und 200 g Wasser, aufgeteilt wie nachfolgend erklärt und zudem einen Holzlöffel oder Silikonspatel

50 g Roggenmehl (es geht auch anderes Mehl, bitte aber kein 405er Weizenmehl)
50 g lauwarmes Wasser (handwarm)

Das Mehl mit dem lauwarmen Wasser in einer mittelgroßen Schüssel verrühren. Am besten geht das mit einem Holzlöffel oder Silikonspatel.

Die Schüssel dann abgedeckt aber nicht fest verschlossen 24 Stunden an einen warmen Ort stellen (mind. 20°C, nie mehr als 40°C). Deckel nicht fest verschließen, damit der Teig „atmen“ kann.

Tag 2:

Euer Sauerteig hat nun schon etwas Eigengeruch entwickelt, das soll auch so sein, er wirft auch kleine Blasen, dann habt ihr alles richtig gemacht. Am 2. Tag nach ca 24 Stunden Ruhezeit gebt ihr erneut

50 g Roggenmehl
50 g handwarmes Wasser

zu eurem Teig und verrührt alles gut miteinander.

Das wars schon! Jetzt darf der Teig wieder 24 Stunden an einem warmen Ort ruhen. Dort wird er sein Volumen nun schon deutlich vergrößern und noch mehr Blasen werfen!

Auf zu Tag 3:

Einen Tag noch, dann könnt ihr schon mit eurem selbstgemachten Sauerteig backen.

Das Volumen des Teigs hat sich am dritten Tag schon enorm vergrößert und der Teig riecht nun auch säuerlich. Genauso muss das sein 😉

Ihr gebt nun

100 g Roggenmehl und
100 g handwarmes Wasser

hinzu und verrührt den Sauerteig noch einmal sorgfältig.

Ein letztes Mal darf er dann 24 Stunden an seinem Platz ruhen und noch mehr Geschmack und Volumen entwicklen.

Geschafft! Tag 4:

Endlich wird gebacken! Euer Sauerteig ist jetzt voll einsatzfähig!

Was ist Anstellgut??

Bitte beachte:

Verwende nie den ganzen Sauerteig auf einmal, hebe dir immer zumindest 50 g deines fertigen Sauerteiges auf.

Diese Menge gibst du in ein sauberes Einmachglas und legst den Deckel locker auf. So im Kühlschrank aufbewahrt hält sich der Teig 7-14 Tage.

Dieser Teig nennt sich dann „Anstellgut„!

Dieses Anstellgut könnt ihr nun immer wieder zum Ansatz eures Sauerteiges verwenden indem ihr ihn „füttert“.

Wie füttert man Teig? Ganz einfach: mit Mehl und Wasser! 😉

Gib also einfach wieder 50 g Roggenmehl und 50 g Wasser hinzu, damit dein Teig nicht abstirbt. So kannst du ihn viele Tage aufbewahren, auch wenn du nicht alle 3-4 Tage backen möchtest. Erfahrungsgemäß reichen sogar 1 EL Mehl und 1 EL Wasser, um ihn zu füttern, wenn ihr ihn lediglich im Kühlschrank erhalten wollt. Stell ihn einfach wieder verschlossen in den Kühlschrank bis Du ihn brauchst, aber nicht das füttern vergessen 😉

Du brauchst wieder eine größere Menge Sauerteig? Dann starte einfach wieder bei Tag 2, so leicht kannst Du Dir Deinen eigenen Sauerteig selbst herstellen und ihn immer und immer wieder ansetzen und für tolle Brote verwenden!

Viel Spaß beim Backen!

Probiert es aus, es lohnt sich!

Brotrezept folgt 😉

Tipp:

Ihr müsst euch natürlich keinen Wecker stellen für die Ruhezeit. Euer Teig kann keine Uhr lesen, deshalb macht es nichts, wenn es etwas mehr oder weniger Zeit ist, die ihr ihn ruhen lasst. Allerdings solltet ihr das nicht ausreizen, also keine 28-30 Stunden warten, man sollte sich doch an den 24 Stunden orientieren, damit es klappt

Solltet ihr doch einmal feststellen, dass sich der Teig nicht wie gewünscht entwickelt, startet einfach noch einmal von vorne. Dann klappt’s ganz bestimmt 😉

Ihr braucht eine größere Menge?

Dann nutzt bitte am 1. Tag 100 g Mehl und 100 g Wasser und füttert an 4 Folgetagen je 50 g Mehl und 50 g Wasser. Am sonstigen Ablauf ändert sich nichts!

5 Kommentare zu „Sauerteig selbst ansetzen

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